Inhalt markiert mit: Frauen Frieden und Sicherheit
Ukraine: Wessen Frieden?
Zum 4. Jahrestag des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine
«Ukraine-Gespräche», «Friedensverhandlungen», «von den USA vermittelte Friedensgespräche»: Seit Wochen berichten die Medien über den sogenannten «Friedensprozess» für die Ukraine unter der Führung der Vereinigten Staaten. Die Berichterstattung ignoriert weitgehend, ob solche Verhandlungen überhaupt wirksam sein können. Sie geht auch nicht auf die Kernfrage ein: Wer entscheidet über die Zukunft der Ukraine?
Friedensförderung während Friedens­verhandlungen
Trotz des wachsenden Bewusstseins, dass die volle, gleichberechtigte, sichere und massgebliche Beteiligung von Frauen zu nachhaltigeren Friedensabkommen führt, bleiben Frauen weitgehend von formellen Friedensverhandlungen ausgeschlossen. Wir stärken die Beteiligung von Frauen an Friedensverhandlungen, indem wir kreative Wege finden, um formelle und informelle Initiativen von Frauen miteinander zu verknüpfen.
Kolumbien
Inklusive Friedensverhandlungen in Nariño
Wir sind seit 2016 mit unserem Programm Friedensförderung nach bewaffneten Konflikten in Kolumbien tätig. Seit der Unterzeichnung des Friedensabkommens zwischen der kolumbianischen Regierung und der FARC-EP-Guerilla setzen wir uns für die Beteiligung von konfliktbetroffenen Frauen an dessen Umsetzung ein. In unserem 2025 lancierten Programm Friedensförderung während Friedensverhandlungen engagieren wir uns zudem für die Beteiligung von Frauen an laufenden, lokal verankerten Friedensverhandlungen. Frauen und Frauenorganisationen sollen gleichberechtigt an Verhandlungstischen mit lokalen bewaffneten Gruppen miteinbezogen werden.
Sudan
Kompetenzen für Friedensverhandlungen fördern
Mit unserem Pilotprogramm im Sudan vernetzen wir Friedensaktivistinnen in der Region Dilling, im Süden des Sudan, mit sudanesischen Aktivistinnen, die aufgrund der seit 2023 herrschenden Gewalt im Exil leben. Gemeinsam mit unserer Partnerin vor Ort fördern wir den gezielten Ausbau von Kompetenzen, die diese Frauen für ihre volle und massgebliche Beteiligung an Friedensverhandlungen und für einen gesellschaftlichen Wandel einsetzen können.
«Es war eine Ehre, Frauen zu treffen, die mit solcher Kraft für Frieden kämpfen»
Kolumbien-Sudan-Austausch in Bern
Es ist ein zentrales Ziel aller unserer Programme, Verbindungen und den Austausch zwischen Frauen und feministischen Friedensaktivist:innen aus von gewaltvollen Konflikten betroffenen Ländern zu fördern. Um dieses Ziel voranzubringen, luden wir zwei sudanesische und zwei kolumbianische Friedensaktivistinnen in die Schweiz ein. Über vier Tage teilten sie ihre Erfahrungen, Strategien und Ansätze für feministische Friedensarbeit. In Gesprächen mit Entscheidungsträger:innen hoben sie die Herausforderungen hervor, denen Friedensaktivistinnen – insbesondere junge – in ihren Ländern gegenüberstehen, und äusserten zudem ihre Erwartungen.
Friedensförderung nach bewaffneten Konflikten
Gemeinsam mit unseren Partner:innen setzen wir uns dafür ein, dass Friedensaktivist:innen die Umsetzung von Friedensabkommen und Prozesse der Auseinandersetzung mit der Vergangenheit nach bewaffneten Konflikten aktiv mitgestalten – und so zur Prävention gewaltvoller Konflikte und erneuter Eskalationen beitragen.
Afghanische Frauen für eine aktive Rolle in der Friedensförderung stärken
Feminist Peace Initiative
An sieben Online-Trainings stärkten 20 Basisaktivistinnen und erfahrene Friedensaktivistinnen ihr Wissen und ihre Fähigkeiten im Bereich der Friedensförderung und bauten ein inklusives und solidarisches Netzwerk afghanischer Friedensaktivistinnen auf. Frauen aus verschiedenen Provinzen Afghanistans nahmen an den von Femina Afghanistan organisierten Weiterbildungen teil. Wir haben diese Trainings im Rahmen unserer Feminist Peace Initiatives unterstützt.
Israel-Palästina: Den feministischen Dialog weiterführen
Feminist Peace Initiative
Zum ersten Mal seit einem Jahrzehnt kamen jüdisch-israelische und palästinensische Feministinnen mit israelischer Staatsbürgerschaft zusammen, um über die vergangenen Jahre nachzudenken, Analysen auszutauschen und sich alternative, gewaltfreie Zukunftsvisionen vorzustellen. Vor dem Hintergrund des seit zwei Jahren andauernden verheerenden Krieges gegen den Gazastreifen und des anhaltenden regionalen Konflikts im Nahen Osten waren die Diskussionen oft schwierig und schmerzhaft. Sie führten die Teilnehmenden jedoch auch zu der Erkenntnis, dass Räume für feministische politische Diskussionen «kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit» sind. Wir haben dieses Treffen im Rahmen unserer Feminist Peace Initiatives unterstützt.
Frauen, Frieden, Sicherheit
Mit der Resolution 1325 zu Frauen, Frieden und Sicherheit hat der UN-Sicherheitsrat im Oktober 2000 einen Meilenstein in der feministischen Friedens- und Sicherheitspolitik gesetzt und damit die Agenda «Frauen, Frieden und Sicherheit» (WPS) ins Leben gerufen. Die WPS-Agenda steht im Mittelpunkt unserer Arbeit in allen unseren Programmen, in unserer Advocacy-Arbeit und in der Zusammenarbeit im globalen Netzwerk Feminists Connecting for Peace.
25 Jahre Frauen, Frieden und Sicherheit
Medienmitteilung
Vor 25 Jahren verabschiedete der UNO-Sicherheitsrat die Resolution 1325 zu Frauen, Frieden und Sicherheit (Women, Peace and Security, WPS). Sie fordert die gleichberechtigte Beteiligung von Frauen in Friedensprozessen und den Schutz ihrer Rechte in bewaffneten Konflikten. Doch heute steht ihre Umsetzung auf dem Spiel. Anlässlich des Jubiläums unterstreicht die Allianz für Frauen, Frieden und Sicherheit (bestehend aus Frieda – Die Feministische Friedensorganisation, PeaceWomen Across the Globe und KOFF/swisspeace), dass diese Ziele aktueller und notwendiger sind denn je – und betont die Notwendigkeit, das Engagement für die Agenda Frauen, Frieden und Sicherheit weiter gezielt zu stärken.
Medienspiegel
Hier sind Medienbeiträge auf Deutsch oder Französisch aufgeführt. Für Medienbeiträge, die auf Englisch erschienen sind, gehen sie bitte auf die Press-Review-Seite.
Gegen den Strom: Schutz der 25-jährigen Agenda Frauen, Frieden und Sicherheit
News
Am 31. Oktober 2000 wurde die Resolution 1325 des UN-Sicherheitsrats zu Frauen, Frieden und Sicherheit (WPS) einstimmig von allen 15 Mitgliedern des Rates verabschiedet. Im Zentrum dieser wegweisenden Resolution, mit der die Agenda für Frauen, Frieden und Sicherheit ins Leben gerufen wurde, steht der Grundsatz, dass «Frieden ohne die uneingeschränkte, gleichberechtigte, wirksame und sichere Beteiligung und Führungsrolle von Frauen und Mädchen in all ihrer Vielfalt nicht möglich ist». Fünfundzwanzig Jahre später hängt die WPS-Agenda am seidenen Faden.
«Tiefgründige Tage der Reflexion über Friedensprozesse»
News
Wie spricht man während eines andauernden Krieges über Friedensförderung? Das ist schwierig und herausfordernd, aber 20 ukrainische Frauen haben sich vom 17. bis 20. November 2025 in Lwiw versammelt und genau das getan.
«Immer war klar: In Friedens- und in Kriegszeiten geht ohne Frauen nichts»
News
Unsere Gründerin und Präsidentin Ruth-Gaby Vermot ist im Mai 2026 zurückgetreten. Über Jahrzehnte setzte sich für die Sichtbarkeit der meist unterbewerteten Arbeit von Frauen in von Krieg und bewaffneten Konflikten betroffenen Ländern ein. Ihre mutige Vision, 1000 Frauen aus der ganzen Welt als Kollektiv für den Friedensnobelpreis 2005 zu nominieren, lebt in unserer Zusammenarbeit mit Frauen und feministischen Aktivist:innen in unseren Programmen und im Netzwerk Feminists Connecting for Peace weiter. Im Interview mit unserer Mitarbeiterin Larissa Mina Lee spricht sie über Erfolge, Rückschläge und Hoffnungen.
Friedensförderung nach bewaffneten Konflikten
Friedensförderung nach bewaffneten Konflikten
Friedensförderung nach bewaffneten Konflikten
Friedensförderung nach bewaffneten Konflikten
Friedensförderung nach bewaffneten Konflikten
25 Jahre Frauen, Frieden und Sicherheit
Medienmitteilung
Medienspiegel
«Immer war klar: In Friedens- und in Kriegszeiten geht ohne Frauen nichts»
Zum Rücktritt von Ruth-Gaby Vermot