Im Frühjahr 2026 haben wir gemeinsam mit unseren palästinensischen und israelischen Partnerinnen – dem Jerusalem Center for Women und Itach-Ma'aki: Women Lawyers for Social Justice – das Programm «Von der Randgruppe zur unverzichtbaren Kraft: Frauen gestalten die israelisch-palästinensischen Friedensverhandlungen» entwickelt. Das Programm umfasst das Westjordanland (einschliesslich Ostjerusalem) und Israel.
Es thematisiert die Ausgrenzung von Frauen aus formellen Friedensverhandlungen und zielt darauf ab, die Führungsrolle palästinensischer und israelischer Frauen bei der Friedensförderung durch gemeinsames Engagement zu stärken.
Das Programm baut auf langjähriger Erfahrung auf und erweitert die Arbeit des 1325 Joint Israeli-Palestinian Women’s Steering Committee. Seit seiner Gründung im Jahr 2020 hat das Comittee bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit und Engagement bewiesen, selbst inmitten des anhaltenden Krieges, der die Bewegungsfreiheit der Palästinenser:innen weiter eingeschränkt und die Unsicherheit verschärft hat. Das Comittee dient als einzigartige Plattform für den Dialog und die Zusammenarbeit zwischen Friedensakteurinnen aus beiden Gesellschaften.
Substanzielle Einbindung von Frauen in Friedensprozesse
Gemeinsam mit unseren palästinensischen und israelischen Partnerinnen stärken wir die Führungsrolle palästinensischer und israelischer Frauen in der Friedensförderung, indem wir ein bestehendes gemeinsames Netzwerk von weiblichen Führungskräften zu einer nachhaltigen, sicheren und strukturierten Plattform für Dialog, Advocacy und Strategieentwicklung ausbauen.
Gemeinsam:
fördern wir sinnvolle Verbindungen zwischen israelischen und palästinensischen Friedensaktivistinnen sowie innerhalb der jeweiligen Communitys;
verstärken wir die Stimmen von Frauen und stärken ihren Einfluss in hochrangigen Friedens- und Sicherheitsberatungen, einschliesslich formeller und informeller Entscheidungsgremien, indem wir Expertinnen aktiv fördern, strategische Netzwerke aufbauen und Interessengruppen mobilisieren, um qualifizierte Verhandlungsführerinnen als wesentliche Entscheidungsträgerinnen und nicht als symbolische Teilnehmerinnen zu unterstützen.
betreiben wir Öffentlichkeitsarbeit und pflegen den Dialog mit den Medien, um den israelisch-palästinensischen Frauen eine Stimme zu geben, Berichte über gemeinsame Initiativen zu verbreiten und hochrangige Entscheidungsträger:innen zu informieren;
bauen wir strategische Kapazitäten für Frauen im Friedensbereich auf, im Einklang mit den Grundsätzen der Resolution 1325 des UNO-Sicherheitsrats, unter anderem durch die Einbindung und Betreuung einer jüngeren Generation von Friedenssaktivist:innen, um die Kontinuität und Nachhaltigkeit der Führungsarbeit zu gewährleisten.
Durch die Stärkung sowohl der internen Koordination als auch der externen Zusammenarbeit des Gemeinsamen Lenkungsausschusses zielt das Programm darauf ab, die Kluft zwischen von Frauen geleiteten Initiativen der «Track 2» (informell) und «Track 1.5» (gemischt, offiziell und inoffiziell) sowie den formellen Entscheidungsgremien der «Track 1» zu schliessen, zu denen Frauen nach wie vor nur schwer Zugang finden.