Inhalt markiert mit: Feministische Friedensförderung

Ukraine: Wessen Frieden?

Zum 4. Jahrestag des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine

«Ukraine-Gespräche», «Friedensverhandlungen», «von den USA vermittelte Friedensgespräche»: Seit Wochen berichten die Medien über den sogenannten «Friedensprozess» für die Ukraine unter der Führung der Vereinigten Staaten. Die Berichterstattung ignoriert weitgehend, ob solche Verhandlungen überhaupt wirksam sein können. Sie geht auch nicht auf die Kernfrage ein: Wer entscheidet über die Zukunft der Ukraine?

«Es war eine Ehre, Frauen zu treffen, die mit solcher Kraft für Frieden kämpfen»

Kolumbien-Sudan-Austausch in Bern

Es ist ein zentrales Ziel aller unserer Programme, Verbindungen und den Austausch zwischen Frauen und feministischen Friedensaktivist:innen aus von gewaltvollen Konflikten betroffenen Ländern zu fördern. Um dieses Ziel voranzubringen, luden wir zwei sudanesische und zwei kolumbianische Friedensaktivistinnen in die Schweiz ein. Über vier Tage teilten sie ihre Erfahrungen, Strategien und Ansätze für feministische Friedensarbeit. In Gesprächen mit Entscheidungsträger:innen hoben sie die Herausforderungen hervor, denen Friedensaktivistinnen – insbesondere junge – in ihren Ländern gegenüberstehen, und äusserten zudem ihre Erwartungen.

Was sind Friedensprozesse?

Welche Bilder löst das Wort «Friedensprozesse» bei Ihnen aus? Stellen Sie sich jahrelange Verhandlungen vor, die in einer Zeremonie münden, an der die Konfliktparteien ein Abkommen unterzeichnen, gefolgt vom Foto des Händeschlags, das um die Welt geht? Wir haben dieses gängige Bild hinterfragt und dekonstruiert und uns vertieft mit Friedensprozessen und der Frage auseinandergesetzt: «Wie beeinflussen Frauen Friedensprozesse?» Das Resultat dieser Arbeit ist eine graphische Darstellung der unterschiedlichen Stadien von Friedensprozessen. Mit diesem Instrument wollen wir in den Mittelpunkt rücken, welche Rolle Frauen spielen und wo sie Einfluss nehmen, um Friedensprozesse anzutreiben und Rückschritte zu verhindern.

Netzwerk

Feminists Connecting for Peace ist unser wachsendes globales Netzwerk von Friedensaktivist:innen. Es ist aus der Initiative «1000 Frauen für den Friedensnobelpreis 2005» hervorgegangen und hat sich zu einer weltweiten Gemeinschaft von Friedensaktivist:innen entwickelt. Es bietet Sicherheit und Solidarität, ermöglicht lokale, regionale und globale Advocacy-Arbeit, schafft Sichtbarkeit für Friedensaktivistinnen, ermöglicht Austausch, gemeinsames Lernen und Weitergabe von Wissen, und erleichtert den Zugang zu Entscheidungsprozessen, Ressourcen und relevanten Akteur:innen. Durch unsere Feminist Peace Initiatives (FPI) bieten wir technische und finanzielle Unterstützung für lokale, innovative und feministische Friedensinitiativen und Projekte unserer Netzwerkmitglieder.

«Wenn Frauen zusammenarbeiten, können sie Politik und Frieden beeinflussen»

Regionales Netzwerktreffen in Afrika

Mit welchen Hindernissen sind Frauen und feministische Friedensaktivistinnen in Afrika konfrontiert – und welche Möglichkeiten haben sie, diese zu überwinden? Wie können Generationen von Friedensaktivistinnen zusammenarbeiten, um ihren Forderungen Gehör zu verschaffen und dauerhaften Frieden in ihren Ländern und Regionen zu erreichen? Dies waren einige der Fragen, die beim ersten regionalen Treffen des Netzwerks Feminists Connecting for Peace in Afrika diskutiert wurden.